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Rückrunden-Premiere für die erste Mannschaft

Frank Zöllner 25.01.2020

Eine Premiere verspricht, wie es der Name schon verrät, immer auch Neuland und Überraschung. Auf unsere erste Mannschaft traf diese Aussage am vergangenen Donnerstag gleich mehrfach zu. Zum einen starteten wir aus Termingründen vorfristig in die Rückrunde, leider mit dem Gepäck der roten Laterne des Tabellenletzten. Zum zweiten mussten wir gleich zu Beginn auf die Hilfe unserer zweiten Mannschaft zurückgreifen, fehlte doch mit Stephan ein (neuer) Stammspieler. Für uns insofern eine Novität, als dass wir bislang meist mit "voller Kapelle" antreten konnten. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Sebastian R., der stark und selbstbewusst diese Aufgabe wahrnahm.Der geneigte Leser unserer Spielberichte wird allerdings auch unschwer die entscheidende Novität entdeckt haben: Bedingt durch den Weggang von Eric, unseres bisherigen Topspielers, musste die erste Mannschaft grundlegend umgestaltet werden. Frank rückt also mit dem Rückrundenstart auf Position "1", Sebastian L. und Steffen auf "2" respektive "3" und Stephan klettert aus der zweiten Mannschaft (zumindest theoretisch) auf Position "4". Alles in allem also genügend Gründe, um mit Fug und Recht von einem Premierenabend zu sprechen.

Um im Theaterjargon zu bleiben, zitieren wir an dieser Stelle unseren Altmeister Goethe, der mit dem Satz: "Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zu Rande." schon so etwas wie das Motto der Begegnung vorgab. Wenn wir erfolgreich gegen den drohenden Abstieg sein wollen, dann müssen unbedingt Punkte her. Und das gegen die in der Tabelle weit vor uns stehenden Mannen aus Wilsdruff? Ein nahezu aussichtsloses Unterfangen, wenn man bedenkt, dass wir in der Vorrunde (jedoch auswärts) mit 5:9 unterlagen. 

Die gegnerische Mannschaft reiste zum vorgezogenen Spiel (Danke für die Verlegung!) in Topbesetzung an. Die Herren Köhler, Reichelt, Thoms und Mußbach sahen selbstverständlich keinerlei Anlass, uns irgendetwas zu schenken. Wir hingegen mussten wie bereits erwähnt auf Stephan verzichten, der allerdings durch Sebastian R. würdig vertreten wurde. 

Die beiden Doppel waren als erstes gefragt. Frank und Steffen traten gegen Köhler/Mußbach an, Sebastian und Sebastian gegen die Reichelt/Thoms. Nach Ende der Doppelrunde stand es 1:1, wobei der Sieg von Frank und Steffen denkbar knapp im vierten Satz errungen werden konnte. Unsere beiden Sebastians hatten gegen Reichelt und Thoms durchaus ihre Möglichkeiten, mussten nach ebenfalls vier Sätzen der routinierten und abgeklärten Spielweise ihrer Gegner Tribut zollen.

Damit ging es in die Einzelbegegnungen. Während Frank gegen Reichelt sang- und klanglos mit 0:3 Sätzen unterging, Sebastian dem Sportfreund Köhler ebenfalls mit 0:3 unterlag, gelang es Steffen, seinem Gegner den zweiten Siegpunkt für unsere Mannschaft abzutrotzen. Gratulation zu der gezeigten kämpferischen Leistung. Sebastian R. verlor sein Spiel zwar ebenfalls mit 0:3, zeigte aber an, dass er in der Liga durchaus mithalten kann.

Mit einem Rückstand von 2:4 aus unserer Sicht starteten wir in die zweite Einzelspielrunde. Frank musste dort gegen Köhler ran und konnte tatsächlich in einem hochdramatischen Match mit 3:2 die Oberhand behalten. Sebastian L. wollte dem wohl nicht nachstehen und besiegte Sportfreund Reichelt ebenfalls in fünf Sätzen. Sollte doch noch etwas gehen? Steffen und Sebastian gelang es leider nicht, das zarte Pflänzchen Hoffnung am Leben zu erhalten. Beide verloren ihre Begegnungen gegen Thoms respektive Mußbach, wobei es mehr als nur eine Randnotiz wert ist, dass Sebastian R. einen Satz gegen Mußbach für sich entscheiden konnte.

Letzte Runde, letzte Chance. Steffen trat gegen Sportfreund Köhler an und fightete wieder fünf Sätze lang, dieses Mal leider ohne glücklichen Ausgang. Auch Sebastian und Sebastian verloren ihre Spiele, so dass der Sieg von Frank gegen Thoms eher Ergebniskosmetik als echter Punktgewinn war.

Ein positives Fazit nach einer Niederlage zu ziehen fällt immer schwer. Bedenkt man jedoch, in welcher Konstellation gespielt wurde und wie der Abend verlief, so ist eine 5:9-Niederlage gegen Wilsdruff jedoch durchaus kein Anlass, sich in Grund und Boden zu schämen. Vielleicht gelingt uns ja im nächsten Spiel gegen Weißig die Trendwende? Viel Glück dabei!