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Und es geht endlich weiter - Saisonauftakt in Pretzschendorf

Zöllner Frank 17.09.2020

Das Theater stellt die wichtigen Fragen häufig erst am Ende. Das Publikum (und manchmal auch die Darsteller) gehen grübelnd aus dem Saal und versuchen, die offenen Fragen zu klären. In unserem Falle war kein Publikum vorhanden, also mussten wir uns selber Gedanken machen. Denn das Ergebnis nach einigem Kampf hieß leider 5:9 aus unserer Sicht. Das erste Spiel, die erste Niederlage. Woran es lag?

Die klassische Methode der Deduktion hilft häufig, einzelne Ursachen auszuschließen, sodass am Ende die reine, klare Wahrheit deutlich hervortritt. An unserer Standardbesetzung hatte sich zwar auf den Postionen drei bzw. vier etwas verändert, jedoch kann dies nicht als Begründung taugen. Thomas sprang für Steffen ein und vertrat ihn mit einem ebenso grandiosen wie furiosen Sieg über Klausnitzer mehr als würdig. Zu unserem anderen "Aushelfer" später mehr. Auch Frank hatte sich bis auf eine klare Niederlage (0:3 gegen eben jenen schon erwähnten Klausnitzer) nicht viel vorzuwerfen. Seine Bilanz: zwei gewonnene Einzelspiele (klar mit 3:0 gegen Horn und aufregend mit 3:1 gegen einen kämpferisch einstellten Riedel).

Bleiben unsere beiden Sebastians. Hier jedoch von Schuld zu sprechen, verbietet sich bei der genaueren Betrachtung der einzelnen Satzergebnisse nahezu von selbst. Unser "Ersatz"-Sebastian (danke für die Unterstützung) spielte gegen seine höherklassigen Gegner beherzt auf und verlor die Spiele teilweise sehr unglücklich. Zwei oder drei Punkte fehlten häufig, um das Blatt zu wenden. Gegen Riedel, Neizke und Horn in dieser Art gegenzuhalten, das hatte schon etwas. Bleibt unsere standardmäßige Nummer 2, also der andere Sebastian. Auch hier offenbart der Blick auf die Satzergebnisse, dass es eher unglücklich zuging. Dazu ein wenig Statistik: Wenn bei 3 Spielen insgesamt 14 Sätze notwendig sind und von diesen wiederum 5 erst in der Verlängerung entschieden werden, dann hat das eben etwas Schicksalhaftes.

Kurz und gut, an uns lag es also nicht. Aufmerksamen Lesern wird aufgefallen sein, dass die Doppelrunde zu Beginn des Abends keine Erwähnung fand. Wer hat die denn für sich entschieden? Zerknirscht muss der Autor einräumen, dass beide Doppel mit 0:3 verloren gingen. Das war also die Ursache der schmerzlichen Niederlage. Beharrlich-investigativ muss allerdings die nächste Frage lauten: Und wer hat die gespielt? Eine ausführlichere Antwort, die über ein nachdenkliches "Hmm ..." hinausgeht, erübrigt sich. 

5:9 verloren, das sind die harten Fakten. Außerdem sind wir nicht schuld, sondern lediglich beteiligt gewesen. Man kann also davon ausgehen, dass unsere Gegner einfach besser waren. Uns bleibt also nichts anderes übrig, als den Pretzschendorfern zu gratulieren und auf ein besseres Ergebnis im nächsten Spiel zu hoffen. Oder mit anderen Worten: "Der Vorhang fällt, und alle Fragen offen."