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Ein Sieg zum Auftakt - endlich mal wieder

Frank Zöllner 10.09.2021

Die Sommerpause ist vorüber und mit der gleichen Selbstverständlichkeit, mit der "Mon Cheri" in die Supermarktregale zurückkehrt, zieht auch im Spiel- und Trainingsbetrieb etwas Normalität ein. In unserem Fall bedeutet das natürlich, dass nach langer, langer Zeit endlich wieder Punktspiele stattfinden. Aber jede Medaille hat nun mal zwei Seiten: Denn in der vergangenen Saison und auch in der Spielzeit vorher waren Punktspieltermine oft Anlass zu einer Mischung aus Vorfreude und Bangigkeit.

Da allerdings unsere erste Mannschaft ein Sammelsurium verschiedener Sorten von Optimismus darstellt, war selbst die Nichtanwesenheit von Steffen kein Grund, von Anfang an zu verzweifeln. Immerhin hatten wir tolle Verstärkung aus unserer zweiten Mannschaft bekommen: Thomas übernahm die Rolle unserer etatmäßigen Nummer 4 (und füllte sie - soviel darf hier bereits verraten werden - sehr gut aus). An Postion 1 bis 3 blieb alles beim Alten, wir spielten also mit Frank, Sebastian, Stefan und Thomas.

Der Gegner des Abends war die erste Mannschaft aus Pretschendorf, ein dufte Truppe, mit der wir uns in der Vergangenheit schon oft auseinanderzusetzen hatten. Die Besetzung des Teams mit Klausnitzer, Horn, Riedel und Neitzke war wenig überraschend, man kennt sich halt schon lange. Der beste Beweis für die herzlichen Atmosphäre, die uns den ganzen Abend begleiten sollte, war zweifelsohne die Tatsache, dass Pretzschendorf die Reinigung der Platten anmahnte (und das völlig zu Recht - Anmerkung des Autors). Die nachfolgende Situation muss sich der geneigte Leser einfach bildlich vorstellen: Stephan, bewaffnet mit Reinigungsutensilien, schreitet von Tisch zu Tisch und putzt, währenddessen sich sowohl Mannschaftskameraden als auch Gäste mit wenig hilfreichen Kommentaren aus der Ferne beteiligten. Einfach köstlich.

Die Doppel hatten wir in Anbetracht der wahrlich mißlichen Bilanzen in der Vergangenheit so aufgestellt, dass Thomas und Stephan als Doppel 1 ihr Glück versuchten, während Sebastian und Frank an zweiter Position ihre Tatkraft bündelten. Der Plan ging auf. Beide Spiele wurden gewonnen, die ersten beiden Punkte des Abends gingen an uns.

In den folgenden Einzelspielen ging es hoch her. Frank konnte Horn mit 3:0 besiegen, aber dann wurde es schon spannend. Sowohl Sebastian als auch Stephan gingen über die volle Distanz. Gegen die etatmäßige Nummer eins der Gäste musste sich Sebastian dann doch nach herausragendem Kampf im letzten Satz geschlagen geben. Stephan allerdings gelang es, gegen Neitzke einen 0:2-Satzrückstand noch zu drehen. Die Sätze 3 und 4 konnte er in der Verlängerung gewinnen, der letzte Satz endete "klarer" mit 11:9 aus unserer Sicht. Adrenalin pur. Thomas ließ sich offensichtlich anstecken. Er bekam es mit Riedel zu tun (was im Spielprotokoll immer wieder lustig aussieht und auch beim Aufrufen der Partie gern lautstark zelebriert wird). Eine aufregende Partie folgte. Thomas gelang es, das unangenehme Gefühl, dass er bei einem Gegner, der Material spielt, zu verdrängen und sich auf das Match und die richtige Taktik zu konzentrieren. Riesenjubel am Ende: 3:1 - so lautete das verdiente Ergebnis. Chapeau.

Die zweite Einzelrunde eröffnete Frank mit seinem Spiel gegen Clausnitzer. Auch hier brauchte es fünf Sätze, bevor der nächste Punkt auf unserem Konto verbucht werden konnte. Auch Sebastian musste gegen Horn über die volle Länge gehen, auch hier lautete das Ergebnis schlussendlich 3:2 für uns. Stephan und Thomas traten gegen Riedel bzw. Neitzke an, gaben ihre Spiele jedoch mit 1:3 respektive 0:3 ab.

Vor der letzten Einzelrunde stand also das Unentschieden bereits fest. Die offene Frage lautete lediglich: Gelingt tatsächlich nach langer Durststrecke wieder einmal ein Sieg? Konnten wir auf zwei Punkte hoffen? Eindeutige Antwort: Ja - endlich mal wieder. Frank brachte gegen Riedel den selig machenden Punkt nach Hause. Alle anderen Spiele mussten wir zwar abgeben, aber das war uns (fast) egal. Mit einem 8:6-Sieg in eine Saison zu starten, das hat doch was. Ein gelungener Auftakt also und ein schönes Ergebnis. Weiter so.