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Glückliche Wiederholung oder Teil einer Serie? Egal, Hauptsache ein Sieg.

Frank Zöllner 24.09.2021

Zum zweiten Punktspiel der noch jungen Saison musste unsere Mannschaft am Mittwoch bei den Mannen rund um Urgestein Rainer Jannasch antreten. Eingeweihten und Kennern der Szene ist damit klar, dass uns unsere Reise nach Rabenau führte. Eine schlagkräftige Truppe hat sich dort über die Jahre herausgebildet, auch hier wirkt der Altmeister federführend. Die Mannschaft aus Rabenau spielte mit Jannasch, Ludwig, Scherf und Richter. Noch beflügelt vom letzten Sieg trat unsere erste Mannschaft erstmals mit "voller Kapelle" an. Steffen absolvierte sein erstes Pflichtspiel und komplettierte das Kleeblatt mit Stephan, Sebastian und Frank.

Die Doppel stellten wir genau wie in der Begnung mit Pretzschendorf auf (Spielbericht siehe hier), d.h. Sebastian und Frank traten als Doppel 2 an, währenddessen Stephan und Steffen als erstes Doppel ihr Glück versuchten.Alle Zutaten für einen spannenden Leistungsvergleich mit ungewissem Ausgang waren also vorhanden. Doch was geschah stattdessen? Bereits in der Einspielphase zum Doppel klagte Jannasch über muskuläre Probleme, die sich im weiteren Spielverlauf verstärkten. Selbst eine kurzzeitige Behandlungspause brachte keine Besserung. Jannasch quälte sich zwar noch durch den ersten Satz, jedoch deutete nichts auf eine Besserung hin. Frustriert und genervt musste das Spiel abgebrochen werden. Und um es gleich vorwegzunehmen: Selbst nach medikamentöser Behandlung konnte die Nummer 1 der Rabenauer nicht weitermachen. Es spricht für Rainers sportlichen Ehrgeiz und seinen unbedingten Willen, dass er selbst nach der Aufgabe des Doppels noch das komplette erste Einzelspiel absolvierte und dort nur knapp mit 3:2 gegen Sebastian unterlag.Auch sein zweites Einzel gegen Frank wollte er noch angehen, doch nach verlorenem ersten Satz musste er schließlich endgültig die Segel streichen. Sehr schade für den sportlichen Wert der Begegnung, jedoch unter gesundheitlichen Aspekten sicher absolut nachvollziehbar.

Damit war natürlich die Spannung aus dem Match. Keine Mannschaft in unserer Spielklasse kann einfach mal so den Ausfall des Spielführers kompensieren, schon gar nicht den eines so starken Spielers wie Jannasch. Wir wünschen an dieser Stelle gute Besserung und hoffen auf baldige Genesung.

Das soll jedoch nicht den Wert der übrigen Partien schmälern. Unser Doppel mit Stephan und Steffen unterlag mit 1:3 und musste die spielerische Überlegenheit von Ludwig/Scherf am Ende anerkennen. Frank absolvierte sein erstes Einzel gegen Ludwig und konnte nach einem sehr engen zweiten und dritten Satz schließlich doch mit 3:1 gewinnen. Mit Spannung erwartet wurde natürlich das erste Auftreten unseres Spielführers.Den ersten Satz musste Steffen gegen Scherf zwar noch abgeben, doch in Satz Nr. 2 keimte Hoffnung auf. Der dritte Satz ging dann wieder an den Mann aus Rabenau, aber der vierte konnte wieder für uns gewonnen werden. Also alles auf Null und ab gings in den Entscheidungssatz. Steffen kam jedoch imm entscheidenden Spielabschnitt gar nicht hinein und musste schlussendlich das Match verloren geben. Sehr schade. Abschließend bekam es Stephan mit Richter zu tun und konnte in souveräner Manier in drei Sätzen gewinnen. Wenn doch alle Spiele immer so eindeutig wären. 

Sebastian trat in seinem nächsten Einzel gegen Ludwig an und musste bereits zum zweiten Male an diesem Abend in den Entscheidungssatz, diesmal allerdings mit dem schlechteren Ende für uns. Ludwig gewann 3:2. Und Steffen? Hatte unser Routinier mittlerweile seine Niederlage überwunden? Anscheinend schon. Wieder fünf Sätze. Nunmehr jedoch mit dem positiven Ergebnis für uns, denn Steffen konnte gegen Richter im letzten Satz alles klar machen. Zum Luftholen war jedoch keine Zeit. Auch Stephan musste gegen Scherf über die maximale Distanz gehen, setzte sich allerdings am Ende doch noch durch.

Die letzte Einzelrunde eines hochspannenden Abends wurde dannn durch Frank gegen Scherf eröffnet. Das "5-Satz-Fieber" schien jedoch auch ihn erwischt zu haben. In den ersten beiden Sätzen sah er keinen Stich. Nach einer offensichtlich notwendigen taktischen Umstellung gelang es ihm jedoch, die Begegnung noch zu drehen. Tiefes Durchatmen - Glück gehabt. Steffen griff als nächstes ins Geschehen ein und fabrizierte - welch Wunder - wiederum ein 5-Satz-Match. Die entscheidenden Punkte am Ende holte er jedoch auch, schlussendlich hieß 3:2 aus unserer Sicht. Und als wäre des Adrenalins nun genug, holte Sebastian am Ende noch ein 3:0 gegen Richter für uns, sodass auf dem Spielbericht zu guter Letzt ein 10:4-Sieg stand.

Achterbahn fahren am Mittwochabend - so hätte die Überschrift auch lauten können. Aber unser Optimismus gebietet es natürlich, an eine Serie zu glauben. Insofern wünschen wir im nächsten Spiel gegen Hainsberg viel Erfolg.