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Knapp vorbei ist auch daneben

Frank Zöllner 01.02.2020

Lebensweisheiten aus der Hölle - im Vokabular eines Sportberichterstatters feiern sie gelegentlich fröhlich Urständ. Ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass sie dennoch ihre Existenzberechtigung haben, lieferte unser zweites Punktspiel in der Rückrunde. Zu Gast war die erste Mannschaft aus Weißig, die in altbewährter Besetzung mit den Sportfreunden Drechsler, zweimal Poppe sowie Straßenburg antraten. Wir hingegen mussten wie bereits gegen Wilsdruff (siehe hier) auf Stephan verzichten, der leider in der Rückrunde nur bei Auswärtsspielen antreten kann. Ersetzt wurde er wiederum durch Sebastian R., mittlerweile ja so etwas wie unser Dauerbrenner in Sachen Aushilfe. Außer ihm waren noch Frank, Sebastian und Steffen als Stammpersonal am Werk.

In der eröffnenden Doppelrunde trennten sich die Mannschaften 1:1. Frank und Steffen konnten sich gegen Drechsler/Poppe,C mit 3:1 durchsetzen, während unsere Sebastians nach drei äußerst knappen Sätzen dem gegnerischen Duo Poppe,K/Straßenburg gratulieren mussten. Die erste Einzelrunde bestritten dann im oberen Paarkreuz Frank gegen Poppe,C und Sebastian gegen Drechsler. Auch hier trennte man sich schiedlich-friedlich unentschieden. Während Frank die Oberhand behielt, war es Sebastian leider nicht vergönnt, einen Punkt mitzunehmen. Das untere Paarkreuz verfuhr kurzerhand genauso: Steffen gegen Straßenburg für uns, Sebastian R. gegen Poppe,K für die Gäste.

Zwischenstand 3:3. Eventuellen Träumereien hinsichtlich eines Doppelpunktgewinnes schob dann allerdings rasch die zweite Einzelrunde einen Riegel vor. Die schmerzhafte Bilanz in Kurzform: alle Spiele gingen verloren. Das knappste Ergebnis fuhr dabei Sebastian ein, der in fünf Sätzen gegen Poppe,C unterlag. Wie die Überschrift des Artikels jedoch bereits sagt ... .

Weißig ging also mit sieben Punkten in die abschließende Runde, wir hingegen mussten auf ein kleines (?) Wunder hoffen, um noch ein Unentschieden erreichen zu können. Die Dramaturgie des Abends sah als erstes die Begegnung zwischen Steffen und Drechsler vor. Gegen die etatmäßige Nummer 1 des Gegners war allerdings kein Kraut gewachsen. Mit dieser Niederlage zerstob die Seifenblase der Hoffnung. Dabei gingen die anderen Spiele allesamt an uns. Sebastian S. gelang es sogar, sein erstes Match in unserer Spielklasse zu gewinnen. Respekt und ein Riesenkompliment für das engagierte und dennoch abgeklärte Spiel gegen Poppe, das er mit 3:0 souverän für sich entscheiden konnte. Auch Sebastian L. und Frank gewannen ihre Spiele gegen Poppe,K respektive Straßenburg deutlich. 

Was bleibt nun nach einem solchen Abend? Eine 6:8-Niederlage auf jeden Fall. Allerdings auch die Gewissheit, in der Liga nicht chancenlos zu sein. Gegen unsere nächsten Gegner vom TTC wird das jedoch eine echte Herausforderung. Viel Glück dabei!